Ich und warum überhaupt …

Ich und warum überhaupt …

Nicht ausgeschlossen, dass es der ein oder anderen Leser ebenso erlebt hat; ein intensiver Antrieb meine Gedanken auf Papier zu bringen hat mich erfasst. Es ist mir nicht klar warum, aber ich habe angefangen zu schreiben.

Im Schatten eines als Schriftsteller erfahrenen (und erfolgreichen) Vaters war meine Vorstellung: „Das würde ich gerne auch können“. Doch weshalb? Was sind Beweggründe, das Dasein in Gestalt eines Literaten anzustreben?
Ich, der gar kein Talent zum Verfasser hat, dem jegliche Kreativität fehlt, wie vermag ich Literatur zu schaffen?

Was ist mein Anliegen?
Mich zu verwirklichen oder etwas für Andere entstehen lassen (schließt sich das gegenseitig aus)? Ist es eine Form der Therapie? Gibt es überhaupt Behandlungsbedarf? Dient es dem Zwecke der Selbstdarstellung? Und wenn ja, ist dies legitim? Weist es auf einen mäßigen Charakter hin, ist dieser etwa genau so dürftig wie mein Schreibstil?

Versuche ich gar, Ausreden zu finden, warum es nicht möglich ist, das Werkzeug der Feder zu nutzen? Macht es denn einen Sinn? Was bringt es mir … oder dem Rest der Welt? Ist das Vergeudung einer unersetzbaren Ressource? Gibt es jetzt nicht Wichtigeres? Ist in solchen ereignisreichen Perioden nicht erst all den anderen, unerlässlichen Baustellen Beachtung zu schenken, damit mir erlaubt ist, Zeit zum Schreiben einzusetzen?

All diese Gedanken fliegen wie Zirrokumulus Wolken durch meinen Kopf, leise, weit entfernt und doch da. Sichtbar, aber nicht greifbar.

[was ein Vergleich; die Zikkolumulus-Wolke. Sie beschreibt diese mir eigene phlegmatische Art mit so passenden Charakteristika; beginnend mit dem Eis, welches nichts anderes ist als auf molekularer Basis immobiles Wasser. Genau so unbeweglich, wie meine Person, wenn ich mich in diese mir eigene bequeme Art sinken lasse und zum Grübeln ansetze. Doch gelangt es wieder in seine ursprüngliche Form, ist es ein unabdingbarer Grundsatz der Entwicklung von Leben. Es besteht Hoffnung. Diese Wolkengattung tritt in großen Höhen auf. Sie ist weithin sichtbar, aber hat keine greifbare, feste Substanz (wie jede Wolke). Es ist mir bekannt, dass ich hin und wieder so auf mich umgebende Menschen wirke. Zudem deuten diese Gebilde auf instabile Luftverhältnisse hin, welche oft eine Wetterveränderung nach sich ziehen. Bin ich in meinem starren Zustand der selbstgewählten Unbeweglichkeit gestört, lässt dies unter Umständen schnell einen Stimmungswechsel folgen.]

Ein wenig Talent scheint doch in mir zu schlummern. Ich habe nur nicht hingeschaut … (Solche Einwürfe bitte nicht zu ernst nehmen)

Ich werde Antworten finden, auf all die Fragen. Eine nach der Anderen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.